Was sind Amerikas Exportschlager? Amazon, Hollywoodfilme, Kindles, Etsy, unabhängige Newswebsites. Die einst allgegenwärtigen Mega-Book- & Record Stores (Virgin Records, Borders, etc.) wollen hingegen partout nicht zu uns hinüberschwappen. Im Gegenteil: Die Buchhandelskette Barnes & Noble verhält sich in den Staaten gerade eher wie ein monströser Dino im Angesicht der Eiszeit.
Ja, nicht mal der ach so gehypten Coffee Shop-Kultur hat sich Europa letztlich so ergeben, wie alle Welt es vermutet hätte. Mag vielleicht sein, dass man in London an jeder Ecke zu Starbucks gehen kann. In Berlin wiederum sind mir gerade mal drei Filialen bekannt. Kleine, individuelle Cafés hingegen florieren hier an jeder Ecke! Vielleicht kann man ganz einfach auch das Prinzip Franchise an sich mancherorts nicht mehr sehen. Denn selbst McDonald’s musste ja zuletzt richtig tief in die Trickkiste greifen, um etliche Filialen irgendwie grüner, stilvoller, gemütlicher zu gestalten.
Was die Amerikaner sich gerade in Europa abzugucken scheinen, sind nicht nur profitable (gedruckte) Tageszeitungen mit globaler Berichterstattung, sondern auch kleine Second Hand-, Platten-, Eis- und Buchläden. Sogar der DJ feiert derzeit sein Comeback bei so manchem nationalen Radiosender! Was die Versorgung aller Trucker mit dem richtigen Gedudel für unterwegs angeht, so hat der Zufallsmodus somit wieder ausgedient.
Doch geht die amerikanische Hausfrau dieser Tage zum Einkauf in den Supermarkt, so wird ihr anschließend noch immer nahezu jedes Produkt einzeln in hauchdünnem Plastik verpackt. Mancherorts wird für diese sagenhafte Verschwendung immerhin schon bares Geld verlangt; ein Umstand der glücklicher Weise mehr und mehr Desperate Housewives umdenken und sich stabile, wiederverwendbare Einkaufstaschen zulegen lässt!














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