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Anfang der 70er Jahre war es endlich soweit: MG verlor den Titel als Hersteller des weltweit beliebtesten Sportwagens. Der Schmach nicht genug - auch noch an einen Japaner, das Feindbild der europäischen Autoindustrie schlechthin.

Dabei hatte der Erfolg einen deutschen Vater und der war in Fachkreisen schon damals eine Legende: Albrecht Graf Goertz, der schon das Meisterwerk BMW 507 federführend gestaltet hatte. Mit dem Datsun 240 Z lieferte er 1969 ein weiteres Kunstwerk auf vier Rädern ab - und selbst heute kann man nur allzu gut verstehen, warum der 240 Z ein solcher Erfolg war. Datsun? Nun gut, heute heißt das Unternehmen Nissan und ist einer von vielen Autoherstellern.

Eigentlich sollte der Datsun 240Z ja einen Motor mit zwei oben liegenden Nockenwellen bekommen - ganz nach Jaguar-Bauart. Diese schwierige und vor allem aufwendige Arbeit ließ das Projekt fast scheitern. Dann stieg aber auch Toyota mit dem Modell 2000 GT großspurig ins Sportwagengeschäft ein. Für Datsun ein Grund mehr, jetzt richtig Gas zu geben.

Der 240Z wurde mit nur einer Nockenwelle gebaut und einem einfachen 6-Zylinder-Frontmotor ausgestattet, der längs vorne sitzt. Der Antrieb erfolgt über die Hinterräder. Die Radaufhängung besteht vorne aus Dreiecksquerlenkern mit McPherson-Federbeinen und hinten aus Querlenkern. Vorne als auch hinten wird ein Stabilisator verwendet.

Die sehr europäisch anmutende Coupé-Karosserie in ihrem unverwechselbaren Design hat eine Form, die durchaus Designklassikern wie den Jaguar E-Type und dem Ferrari Daytona in nichts nachstehen. Hinzu kam der 151 PS-Motor, die Einzelradaufhängung und Zahnstangenlenkung, die dem Datsun 240Z zu einer europäischen Fahrdynamik verhalf. Bis 1973 wurden 156.076 Fahrzeuge verkauft. Es gab ihn mit Viergang-Getriebe oder auf Wunsch mit Automatikschaltung. In den USA kostete der Wagen übrigens nur 3.526 Dollar. Kein Wunder, dass er sich so gut verkaufte.