Artificial Moon, Wang Yuyang - Image © Wang Yuyang 2007

Im nächsten Monat steht den Berlinern ein Konferenz-Triathlon allererster Güte ins Haus: Von der Transmediale über die Club Transmediale bis zur Social Media Week ist die erste Februar-Woche vollgepackt mit Diskussionen, Workshops, Ausstellungen, Performances, Breakfast Clubs und Keynotes zur Zukunft der digitalen Gesellschaft. Und wer danach noch nicht erledigt ist, darf sich gerne auf einer der vielen Afterpartys verausgaben.

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Am 2. Februar geht es los mit der Transmediale, die in diesem Jahr zum elften Mal stattfindet. Das Festival für Kunst und digitale Kultur bietet einen Mix aus Konferenzen, Workshops, Screenings, Performances und Ausstellungen. Unter dem thematischen Banner “Futurity Now!” geht es um die Frage, ob wir die Zukunft nicht schon längst überholt haben.

Wie verändern Zukunftsutopien unsere Vorstellung von der Realität? Und wie passen neueste technologische und soziale Entwicklungen in althergebrachte Denkschemata? Darum geht es zum Beispiel bei der Ausstellung “Future Obscura“. Dazu gibt es Salons, Workshops und längere Konferenzen. Häufiges Thema hier: Wie gehen Kreative mit der Digitalisierung um. Das alles und mehr findet größtenteils im Haus der Kulturen der Welt am Rande des Tiergartens statt.

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Ein Abkömmling der Transmediale ist die Club Transmediale (CTM), deren Fokus auf “abenteuerlicher” Musik und verwandten visuellen Kunstformen liegt. Die zwei Hauptlocations sind das .HBC und das WMF. Das Festival beginnt schon am 28. Januar 2010. Bei bln.fm gibt es einen guten Überblick über Programm und Ablauf. Das Festival bringt auf jeden Fall viele elektronische Musiker und Künstler aus der ganzen Welt in die Stadt, die dem ohnehin verwöhnten Berliner Publikum eine geballte Ladung aktuellster Clubmusik und digitaler Kunst vorsetzen werden.

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Bei Transmediale und CTM bleibt also alles wie gehabt avantgardistisch. Ganz neu im Bunde ist dagegen die Social Media Week Berlin, die am 1. Februar startet. Bei der Konferenz, die parallel in New York, Berlin, London, San Francisco, Toronto und São Paulo stattfindet, geht es um die Konsequenzen von Social Media für Kultur, Wirtschaft und die Gesellschaft im Großen und Ganzen.

Die Konferenz setzt sich aus vielen kleinen Events zusammen, die von Freiwilligen angeboten werden, zu ganz verschiedenen Themen. Viele neue Start-Ups sind dabei, es gibt aber auch eine Hauptsession zum Thema “Streit! Konstruktive Kontroverse“. Die dezentrale Organisation hat einen großen Vorteil: Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Ein Festival-Pass für die Transmediale oder die CTM schlägt dagegen mit 70€ zu Buche, für 95€ kann man beide Festivals besuchen. Es gibt aber auch billigere Tagestickets für Menschen mit weniger Zeit.

Und für alle die gar keine Zeit frei machen können, wird sich Style League durch den Wust an Veranstaltungen kämpfen, und die Highlights aller drei Festivals zusammenfassen. Nicht, dass wir uns beschweren würden. Also: dranbleiben.