Mit The Tree Of Life wurden wir dieses Jahr schon einmal auf geniale Weise in die Südstaaten entführt. Führt Terrence Malicks poetisch-philosophischer Film eher eine kreisende Bewegung um die Themen Erziehung und Erwachsenwerden in den 50er Jahren aus, so studiert The Help voller Mitgefühl, wie 10 Jahre später auf den zumeist schwarzen Haushälterinnen im ultrarassistischen Staat Mississippi herumgetrampelt wird.
Doch mit der jungen College-Absolventin und angehenden Journalistin Skeeter Phelan (Emma Stone) kehrt eine junge Frau zurück in diese Welt, die gewillt ist, die wahren Geschichten der Haushälterinnen in einem Buch zu erzählen. Sie hat erkannt, dass es nicht die eingebildeten Südstaaten-Muttis sondern genau diese aufopferungsvollen Ladies sind, welche die Kinder dieser hochnäsigen Gesellschaft wirklich lieben und erziehen, die Haushalte gutbürgerlicher Familien schmeißen und deren Geheimnisse wahren. So manches Angestelltenverhältnis fühlt sich jedoch noch immer wie Leibeigenschaft an.
Doch die Haushälterinnen begegneten Unterbezahlung, Undankbarkeit, Rassismus und sogar kriminellen Unterstellungen durch ihre Arbeitgeber bislang nur mit Demut. Aibileen Clark (die für den Golden Globe 2012 nominierte Hauptdarstellerin Viola Davis) ist die erste die den Mund aufmacht und sich Skeeter anvertraut.
Immer dicht an Kathryn Stocketts 2009er Romanvorlage bleibend, zeigt The Help, wie Skeeters heimliche Gespräche mit Aibileen nach und nach eine Bewegung ins Rollen bringen. Nach einer guten Portion anfänglicher Skepsis gegenüber Skeeter und ihrer Idee melden sich schon bald immer mehr Frauen, die auch ihre Geschichten erzählen, Zivilcourage zeigen und vor allem etwas veränden wollen. Mal witzig, mal rührend, immer stylish und über 146 Minuten unverblümt realitätsnah ist The Help ein idealer Kandidat für Kinobesuche zwischen den Jahren.












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