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Che Guevara

Was Frauen an ihm finden: sein wildes Haar, die coole, zuversichtliche Gelassenheit, die von vielen Fotos des Revolutionärs ausgeht und ganz bestimmt jener alles und jeden durchdringende Che Guevara-Blick. Was Männer an ihm schätzen: sein authentischer Stil ohne viel Schnickschnack, diese so gar nicht bonzige Art seine Zigarren zu rauchen und gewiss auch die offensichtliche Kämpfernatur. Hasta la Victoria siempre! Sein Geheimnis: großbürgerliche Familie, Medizinstudium, ausgedehnte Reisen, militärische Ausbildung in Mexiko, Konflikte mit Fidel.

Muhammad Ali

Wofür Männer ihn bewundern: Seine legendäre Rede in Kinshasa, 1974, vor dem weltberühmten “rumble in the jungle” mit George Foreman. Was manche Frauen sicher toll finden: einen dichtenden Boxer - denn welcher andere Mann könnte sonst noch auf derart extreme Weise grob und feinfühlig zugleich sein? Was ihn zur Legende machte: Treffen mit Elvis, den Beatles, sowie seine Kämpfe gegen Liston, Mildenberger, Foreman, und natürlich Frazier und Norton.

Johnny Cash

Was Männer cool finden: dass er in Gefängnissen gesungen und die Nine Inch Nails gecovert hat. Was Frauen bedauern: dass der Mann aus Kingsland, Arkansas immer wieder seinen eigenen Lastern zum Opfer fiel. Abhängigkeit. Wie sich auch in hundert Jahren noch alle Welt an ihn erinnern wird: a man in black, der Outlaw an der Seite June Carters mit dunkler Tolle, hoher Stirn und tiefen Furchen, die sich von den Nasenflügeln bis hinab zu den Mundwinkeln ziehen.

Andy Warhol

Wichtige Frauennamen in seinem Leben: Edie Sedgwick und Valerie Solanas. Erstere wirtschaftete er völlig herunter, Letztere verübte wiederum ein Attentat auf sein eigenes Leben. Wichtige Männer in seinem Leben: z.B. der Filmregisseur Paul Morissey, welcher nicht nur sein Mitarbeiter war, sondern Ende der 60er/Anfang der 70er sogar Warhols Filme im Alleingang drehte. Ansonsten protegierte W. lange Zeit The Velvet Underground und zählte somit auch Lou Reed zu seinen Weggefährten. Ebenso war er jedoch auch mit Mick Jagger, Marcel Duchamp und Salvador Dalí befreundet. Was der Nachwelt nach dem plötzlichen Tod des Künstlers geblieben ist: Hunderte, wenn nicht gar Tausende Screen Tests, Filme, Videos und Bilder.

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23 Bände à 160 Seiten

Ja, sie sind allesamt großartig - die Herren in den vorangegangenen Texten. Diese Menschen sind von so großem öffentlichen Interesse, dass es Ihnen ganz einfach gebührt, auf’s Beste biographisch portraitiert zu werden. So gibt es neben weiteren großen Frauen und Männern wie Thomas Bernhard, Hannah Arendt, Alfred Hitchcock, Bob Dylan, Hermann Hesse und Frida Kahlo eben auch über sie einen Band in der Suhrkamp Edition der sogenannten BasisBiographien. Diese bestechen durch nützliche Querverweise und Aufführung zentraler Begriffe aus dem Text in der Marginalspalte, zahlrreiche Abbildungen, farbig unterlegte Zitate und eine immer wiederkehrende Dreiteilung der Biographien in die Rubriken “Leben - Werk - Wirkung”.

Foto | www.luxuo.com + www.redaktion-albrecht.de
Text | Eugen Braeunig