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Wen man mit der Berliner S-Bahn in Richtung Osten fährt, am Bahnhof Treptower Park aussteigt und sich zu einem längeren Spaziergang aufmacht, kommt man unweigerlich an einem Waldstück vorbei, das eine unglaubliche Geschichte beherbergt. Mitten im Plänterwald modert ein lange geschlossener Freizeitpark, komplett mit Riesenrad und Achterbahn, vor sich hin: der Spreepark.

Im Jahre 2002 wurde der Park geschlossen, der Besitzer Norbert Witte setzte sich damals mit Familie und einem Großteil der Gerätschaften nach Peru ab. Davor stand der Versuch aus dem DDR-Vergnügungspark den größten gesamtdeutschen Rummelplatz zu erschaffen. Am Ende ist die Familie zerbrochen, der Sohn sitzt im Drogenknast in Lima, der Vater ist in Deutschland inhaftiert, Mutter und Tochter Witte kämpfen um den Sohn und können dem Vater nicht verzeihen.

Diese Geschichte erzählt der Dokumentarfilm „Achterbahn“, der am 2. Juli in den deutschen Kinos startet. Regisseur Peter Dörfler erkannte das Potential, das in der Geschichte der Familie steckt: „Die Pleite des Spreeparks, die Flucht der Wittes von Berlin nach Lima mit einem kompletten Vergnügungspark im Gepäck, der gescheiterte Neuanfang in Peru, der Drogendeal, der die Rückkehr nach Berlin finanzieren sollte, all das konnte nur passieren, weil da ein Mensch, Norbert Witte, offensichtlich bereit war, immer alles auf eine Karte zu setzen und sein gesamtes Leben und das seiner Familie von einem Tag auf den anderen umzuwerfen.”

Für den Spreepark allerdings geht die Geschichte weiter, noch hat kein Investor zugesagt, es wird aber weiter verhandelt. Der Trailer ist hier zu sehen. Mehr Fotos vom verlassenen Spreepark-Gelände gibt es hier als HDR Flickr-Set.

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