
Kein Klick, kein urplötzliches Lichtaufflammen begleitet das Erstrahlen. Nur ein sanftes Aufhellen, per Fernbedienung gesteuert, und schon erleuchtet „Cathrin” den Raum. Schlank posiert sie vor dem Luxus-Jet, vor den Augen eine undurchsichtige Sonnenbrille, um den Körper schwarz-weiß gemusterte Zebra-Wäsche. Der Mund bleibt geschlossen, das schwarze Haar liegt glatt über den Schultern. Finsternis umgibt Frau und Flugzeug.
„Cathrin” ist ein Prototyp, das erste Leuchtbild aus dem Hause Viertgeboren, Modellnummer: VG 001. Das neugegründete Berliner Unternehmen stellt LED-Bilder her, die mit modernen Designs die Welt der Inneneinrichtung aufrollen sollen. Die Betonung liegt auf Bildern, denn die einzeln gefertigten Stücke sind keine klobigen Leuchtkästen. Nur 3 Zentimeter tief ist „Cathrin”, bei 1 Meter 80 Länge - echte Modelmaße.
Die LED-Bilder von Viertgeboren bieten moderne Raumgestaltung, irgendwo zwischen Club-Atmosphäre und Licht-Minimalismus à la Dan Flavin. „Wir sind eine illuminierte Generation”, sagt Peter Kausz, kreative Kraft hinter Viertgeboren, zur Inspirationsquelle. Seine Motive oszillieren zwischen Urbanität und Ursprünglichkeit, Abstraktion und Konkretisierung. Die Berliner Skyline findet sich feingerastert auf einem Bild, auf einem anderen Bild schweben Schmetterlinge über pechschwarzen Untergrund, auf dem nächsten sind es Worte, die Fliegen lernen. Und „Heroin” zeigt bunte Punkte auf weißem Grund, wie auf dem Platten-Cover einer Minimal-Veröffentlichung.
Gemein haben alle Bilder von Viertgeboren das Innenleben. Im schmalen Rahmen stecken bis zu 300 LEDs, die eine gebrannte Glasplatte illuminieren. Das jeweilige Motiv ist mit einem Laser aufgetragen, der für die feine Zeichnung ohne Fransen sorgt. Die LEDs haben eine Brennzeit von rund 30.000 Stunden, und werden danach langsam dunkler, anstatt einfach durchzubrennen und auszufallen. Dazu verbrauchen LEDs im Gegensatz zu herkömmlichen Leuchten erfreulich wenig Strom und sind per Fernbedienung stufenlos dimmbar.
Für die Zukunft sind auch Kollabos mit anderen Künstlern und Unternehmen geplant. Die Viertgeboren-Macher verschreiben sich dabei einer hochwertigen Verbindung von Kunst und Design. “In erster Linie stellen wir Produkte her. Da hegen wir natürlich einen gewissen Anspruch hinsichtlich der Erscheinung und einer hohen Qualität”, erklärt Thorsten Bartels, Mitgründer und Marketing-Verantwortlicher, zum Konzept von Viertgeboren.
Anschauen kann man sich „Cathrin” vom 3. bis 12. Dezember im StadtLaden der Sei-Berlin-Kampagne in Berlin-Mitte. Ein Video vom Launch ist auf der Viertgeboren-Webseite zu finden.











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