Immer schneller dreht sich die Konvergenz-Spirale, immer mehr Anwendungen werden in kleinste Geräte gequetscht. Das Handy in der Tasche ist ein digitaler Tausendsassa, der alles können will. Ob er auch alles beherrscht?
Vielleicht ist das gar nicht die entscheidende Frage. Die Handykamera überzeugt, weil man sie dabei hat, auch wenn die “Große” daheim im Dunkel der Kommode schlummert. Ähnlich wie die Lomo, sind Handykameras das Werkzeug für Fotos im Vorübergehen.
Mit ihren unscharfen, farbverzerrten Aufnahmen, die oft vor Spontanität nur so übersprudeln, haben die Handyfotos längst eine eigene Ästhetik für sich reklamiert (mit geringfügiger Unterstützung passender Apps, versteht sich). Und genauso wie die Lomo, Jahre nach ihrer Markteinführung, die Lomografie-Bewegung inspiriert hat, werden die Handyfotos jetzt für das Erschaffen einer künstlerischen Spielwiese gewürdigt.
Das übernimmt seit neuestem EYE’EM, eine Foto-Community nur für Handyfotos. Der Clou: Regelmäßig werden die Meisterwerke unter den hochgeladenen Schnappschüssen ganz real in Galerien weltweit ausgestellt. Natürlich kann man sich die Werke auch ganz traditionell im Netz anschauen.
Noch ist die in Berlin erdachte Webseite im geschlossenen Beta-Stadium. Schauen dürfen alle mal, aber nur wer angemeldet ist, darf auch hochladen. Wer ungehobene Schätze in seinem Handy vermutet und sich den kritischen Augen der EYE’EM-Gemeinschaft stellen mag, hinterlässt hier einen Kommentar. Die ersten beiden überzeugenden Anwärter bekommen einen Einladungs-Code von uns.










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