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Ab diesem Wochenende rollt der Ball wieder in den Bundesligastadien. Wenn am Freitag das Spiel VFL Wolfsburg gegen VFB Stuttgart angepfiffen wird, kann man auch ohne Ticket oder Pay-TV Anschluss den Bundesliga Auftakt verfolgen.

Im Stadion oder über Kabelfernsehen ist die Sicht zwar besser, trotzdem können sich die Fans auch im Internet einloggen. Das geht entweder mit T-Home ab monatlich €14,95, oder kostenlos über Umwege. Keine Panik jetzt, wir preisen hier nichts illegales an. Über Webseiten, die Video-Streams für jeden anbieten, können die Bilder legal angesehen werden. Diese Streaming-für-jeden-Plattformen funktionieren im Prinzip wie Youtube, bloß das die Nutzer eben keine Videos zum späteren Anschauen hochladen, sondern in Echtzeit senden. Wer zu spät einschaltet, verpasst alles.

Über Anbieter wie Justin.tv oder ustream.tv verbreiten Fans live ihr Fernsehbild. Finden lassen sich die Streams problemlos mit den gängigen Suchmaschinen: Man muss einfach nur kurz vor Anpfiff die Partie und das Stichwort Stream googeln. Noch simpler geht es über Seiten wie livetv oder über Einträge in Foren, die Streams sammeln und verlinken. Der einzige Wermutstropfen ist die Qualität der Bilder: Häufig ist der Ball nicht rund, sondern pixelförmig.

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Warum ist das Anschauen dieser Streams aber nicht illegal? Erst kürzlich hat der Urheberrechtsexperte Till Kreutzer, der auch die Informationsseite irights.info betreibt, der Sueddeutschen Zeitung die Sachlage erläutert: „Beim Streaming wird zwar rein technisch und sehr temporär eine Kopie im Browser-Cache, beziehungsweise im Arbeitsspeicher des Rechners angefertigt, aber das geht wegen der digitalen Verbreitung nicht anders. Das ist keine Kopie, die ich später wieder nutzen kann.”

Noch neigt sich die Rechtslage also zugunsten der Fußballfans. Wenn die Bundesliga-Videos per Stream angeboten werden, kann man sie sich demnach gefahrlos auch anschauen. Dabei betont Kreutzer auch, dass sich das wieder ändern kann, da es kaum aktuelle Gerichtsurteile zu Streaming-Angeboten gibt. Im Moment sind die Nutzer aber geschützt, da sie ja keine Kopie erstellen. Das gilt selbstverständlich nicht für den Fan, der sein Pay-TV Programm ins Internet hochlädt, und sich damit strafbar macht. Doch die sitzen häufig nicht in Europa, und sind schwer dingfest zu machen.

Wenn in Zukunft dann bessere Bilder über die Streams laufen, könnten die Pay-TV-Sender enorm unter Druck geraten. Denn deren hohen Abo-Kosten sind schwer vermittelbar, wenn die exklusiven Live-Inhalte zeitgleich im Internet zu finden sind. Den tatsächlich einzig exklusiven Blick genießen dann die treuen Fans im Stadion.