courtesy carrotmobberlin.com

Letzten Samstag, Berlin-Kreuzberg – 400 Öko-Hipster kaufen einen Spätkauf leer, um den Ladenbesitzern den Wechsel zu energiesparenden Glühbirnen und Wärmedämmung zu finanzieren.

Carrot Mob nennt sich das, wenn verantwortungsbewußte Großstadtbewohner sich einen Shop aussuchen, der mit Hilfe des Kollektivs zu grünem Geschäfstgebahren gebracht werden soll. Das gab es bisher nur in New York und anderswo, die Bewegung hat jetzt aber auch Berlin erreicht (hier ein Arte-Beitrag zum Thema, der die Idee vorstellt).

Der Plan ist simpel: Geschäft aussuchen, Besitzer dazu verpflichten, 35% des Umsatzes in die Anschaffung von Umweltfreundlicher Technik und Ausstattung zu investieren, auf Blogs, Twitter, Facebook das Event bewerben und dann fröhlich los shoppen.

Fotos gibt es hier. Ob das Ganze mehr als ein Medienevent ist, wird hier bezweifelt. Die Quote von ca. einem Journalisten pro 6 Carrot Mobbern deutet auf jeden Fall auf die Inszenierungswilligkeit der Veranstalter hin. Von den 2000 Euro, die im Rahmen der Veranstaltung in die Kassen flossen, gehen 700 Euro also für energiesparende Maßnahmen drauf. Die Welt rettet das bestimmt nicht. Aber immerhin ist die Macht der Konsumenten deutlich geworden.

Mit unseren Kaufentscheidungen beeinflussen wir jeden Tag den Lauf der Dinge. Ein bißchen Verantwortungsbereitschaft und Interesse an der Energiebilanz der Handelspartner kann da nicht schaden. Und wenn das dem ein oder anderen beim Carrot Mob klar geworden ist, dann ist die Mission doch schon erfüllt.