Wer das Internet den gedruckten Medien vorzieht, gilt gemeinhin als umweltbewusst. Doch dass beispielsweise eine E-Mail energiesparender und ressourcenverträglicher als der herkömmliche Postweg sei, ist ein weit verbreiteter Irrglaube! Klar, wer tippt und klickt verbraucht weniger Paper, kann in der Welt herumkommen ohne ein Flugzeug zu besteigen und sich bei so mancher Frage den Weg in die Bibliothek sparen. Im ersten Moment scheint dieser Gedankengang völlig einleuchtend zu sein. Doch neueste Studien haben gezeigt, dass der Stromverbrauch des World Wide Web bereits in erschreckende Höhen geschnellt ist. Tendenz: weiterhin steigend. So verbraucht bereits eine einzige Google-Suche genauso viel Strom wie eine Energiesparlampe in einer Stunde.
Das Problem ist das enorme Serveraufkommen durch den weltweit steigenden Internetkonsum. Der sogenannte Trend des Cloud Computings, bei dem Daten von zu Hause auf Server in aller Welt ausgelagert werden, scheint dieses Problem ganz besonders zu befeuern. Viele Server sind zudem in Ländern angesiedelt, in denen Strom größtenteils durch fossile Brennstoffe erzeugt wird. Unter’m Strich sparen bzw. schonen Internetuser wie Du und ich also kein bisschen. Wie Forscher errechneten kostet eine Stunde Googlenutzung ca. 2g Co2 und eine Auktion bei ebay im Schnitt 18g Co2. Vielleicht sollte man ja zukünftig doch hin und wieder mal zu Tinte und Feder greifen, um so richtig old-school einen Brief zu schreiben.
Foto | http://www.welldorf.de/













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