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Zeit ist Geld. Dieses Prinzip wurde mehr oder weniger im Film von Andrew Niccol umgesetzt. Der Regisseur, der durch Filme wie “The Truman Show” und “Lord of War” bekannt wurde, glänzte auch in diesem Streifen wieder mit einer genialen Idee. Der Film spielt in der Zukunft und beschreibt den gesellschaftlichen Umgang mit Übervölkerung und anderen sozialen Problemen. Die Lösung ist ein neues Wirtschaftssystem, in dem Zeit buchstäblich Geld ist.

Durch eine Genmutation wird erreicht, dass jeder Mensch biologisch nicht älter als 25 Jahre wird. Ab dem 25. Geburtstag hat man noch ein Jahr zu leben. Gleichzeitig ist es jedoch möglich, sich zusätzliche Lebenszeit dazuzuverdienen. Dies funktioniert durch Arbeit, Geschenke oder Diebstahl. Letztendlich wird die Zeit in Andrew Niccols Welt zu einer Art globalen Währung. Ihr Portemonnaie tragen die Menschen somit quasi in Form einer digitalen Uhr am Handgelenk. Doch auch Niccols utopisches Gedankenspiel ist nicht vor einem krassen sozialen Gefälle sicher. Verdeutlicht wird diese Tatsache insbesondere durch die verschiedenen “Zeitzonen”, in denen die Menschen leben. Das heißt, je mehr Lebenszeit du hast, desto angenehmer ist die Umwelt, in der du lebst. Wie auch in der realen Welt gibt es nur Wenige, die von diesem System profitieren und sehr viele, die dadurch kaputt gehen. Dieses sozialdarwinistische Thema zieht sich als roter Faden durch den gesamten Plot.

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Die Hauptfigur, Will Salas (Justin Timberlake), kommt aus einer Zeitzone, wo Menschen jeden Tag auf’s Neue um ihr Überleben kämpfen. Allein durch einen glücklichen Umstand gelangt Salas dennoch zu sehr viel Lebenszeit. Durch die Ungerechtigkeit, die ihm in der Geschichte widerfährt, wird er zum Rächer der Schwachen und kämpft gegen das System. An seiner Seite ist die schöne Sylvia Weis (Amanda Seyfried), Tochter eines Zeit-Bankers. Anfangs noch in der Rolle seiner Geisel verlieben sich die Beiden später, um dann ein wenig á la “Bonnie & Clyde” für ihr gemeinsames Ziel zu kämpfen. In Time ist wirklich ein sehenswerter Film. Man befindet sich von Anfang an in einer besonderen Ausgangssituation. Akzeptiert die Umstände, dann fesseln einen auf die Spitze getriebener Jugendwahn, das Revolutionäre Element sowie der zweifelhafte Sozialdarwinismus.