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Der Iso Rivolta von 1962 hatte ein spektakuläres Vorbild: den Gordon-Keeble, der in den gleichen Jahren für Furore sorgte, stand Pate für die elegant zurückhalten Linienführung, wie man sie eher von den klassischen Limousinen her kannte. Es war der erste Wagen, den Renzo Rivolta, Eigentümer der Iso Motorfabrik in Mailand, baute. Man sparte an nichts: ein V8-Frontmotor mit sagenhaften 300 PS brachte den Iso Rivolta in weniger als acht Sekunden auf 100 km/h. Der für vier Personen angelegte Innenraum war von höchster Qualität. Neben einem manuellen ZF-Fünfganggetriebe bot man auch ein Automatikgetriebe an. Dennoch: der Wagen sprach die gut betuchte Zielgruppe nicht an. Das lag vor allem an der Unentschlossenheit, die dem Image des Iso Rivolta anhaftete: Das nüchterne Design war eben nicht rasant und zu sehr Reiselimousine, als dass ein Spross einer reichen Dynastie diesen Wagen ins Herz geschlossen hatte. Heute indes spürt man das Herzblut, das einst in diese Automobilkreation schlug und hört es noch pulsieren, wenn der Wagen langsam die 200 km/h-Grenze tangiert. Heute kann man über diesen Wagen nur staunen.