800px-jenseninterceptor

Technik und Fahrkultur aus England, das Design aus Italien. Ist das der Stoff, aus dem Klassiker gemacht werden? Der Jensen FF von 1966 ist jedenfalls die ausgewogene Mischung aus italienischem Esprit und britischer, allradgetriebener Kampfeslust. Den Allradantrieb stellte übrigens Ferguson her. FF heißt darum auch: Ferguson Formula - eine besondere Formel für Fahrspaß.

Das Design entwickelte Touring in Mailand. Besonders auffällig ist bis heute die Panoramaheckscheibe, die beste Sicht nach hinten zulässt. Sehen, um gesehen zu werden. Aber eben auch die britische Fahrtechnik stand nicht hinter dem schönen Schein zurück: das Dunlop Maxaret Antiblockiersystem verhalf dem Wagen zu einem ausgesprochen sicheren Fahrverhalten. Das allerdings hatte seinen Preis - und so entschieden sich die Kunden von Jensen meistens für die kostengünstigere einfache Version ohne Maxaret.

1971 kam dann das Aus: Jensen stellte den PS-stärkeren Interceptor SP mit seiner 7,2l-Maschine und Dreifachvergasern vor. Dennoch: ein Traum ist der FF auch heute noch.

Technische Daten:

Motor: V8, Frontmotor

Hubraum: 6276 ccm

Leistung: 325 PS bei 4690 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 208 km/h

Beschleunigung: 0-100km/h in 7,4 sec.