
Manchmal entdeckt man etwas wirklich cooles und denkt sich: Genau! Warum gab’s das vorher noch nicht? Dazu gehört definitiv die Lego Architecture Serie. Spielzeug für Männer, die sowas ihrem Sohn schenken, sich aber eigentlich selbst beschenken wollten. Lego wächst also mit. In diesem speziellen Fall gesellt sich aber noch eine weitere Frage dazu: Warum gibt’s die Sachen nur in Amerika zu kaufen?
Rückblick: Weihnachten 1992. Unter dem Baum liegt eine rieseingroße Schachtel von Lego Technic. In den nächsten Tagen gibt es für mich nur den heimischen Esstisch und eine Aufgabe: Schritt für Schritt, Steinchen für Steinchen ein komplettes Rennauto zusammenzubauen. Ein einschneidendes Erlebnis, von dem ich bis heute noch große Teile meines technischen Verständnisses ableite.
Danach geriet Lego erstmal in Vergessenheit. Bis ich vor zwei Jahren in einem Souvenirladen in Chicago ein Lego-Modell des Sears Tower entdeckte. Der logische nächste Schritt würde ich meinen - erst das Auto, dann das Haus. Nein, im Ernst: es wurde Zeit für Architektur bei Lego.
Bis heute habe ich mich geärgert, das Teil nicht mitgenommen zu haben. Denn die Lego Architecture Reihe gibt es ausschließlich in den USA zu kaufen. Neben dem Sears Tower gibt es das John Hancock Center, den Seattle Space Needle und das Empire State Building in der Landmark Series.
Daneben existiert noch eine Architect Series mit dem Solomon Guggenheim Museum in New York und dem Fallingwater Gebäude in Pennsylvania, beide von Frank Lloyd Wright. Es scheint außerdem noch eine Discovery Series geplant zu sein… was das wohl sein wird?
Jedes der vom Architekten Adam Reed Tucker entworfenen Modelle enthält zusätzlich zum Bausatz noch Informationen zum Gebäude. Die Sets sind also inspirierend und lehrreich zugleich. Was kann es schöneres geben?
Wir sind jedenfalls gespannt und decken uns mit dem vorhandenen Modellen ein. Zu haben sind sie in Deutschland nur auf eBay und jetzt gerade in kleiner Auswahl (und Menge) im Parkhaus Berlin Showroom, Berlin Mitte.












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