Eines ist sicher: falls es Trends der Männer Modewoche gibt, an denen der moderne Großstätter von Welt dieses Jahr nicht vorbeikommen wird, dann sind es schwarzes Leder und vornehme Eleganz einer früheren Epoche.
Auf den Spuren Downtown Abbeys
Miucca Prada katapultiert uns mit ihrer Vision für den Mann der nahen Zukunft in die Zeit vor dem ersten Weltkrieg. In ihrer Show zeigte die italienische Designerin hintersinnige Dekonstruktionen formeller Herrengarderobe des späten 19. Jahrhunderts: wie wild miteinander kombinierte Stresemannstreifen und Rollkragenpullover unter dem feinen Anzugshemd und Redingote-Mäntel in Mikro Jaquards. Der luxuriös und elegant gehaltene Dandy-Look wurde nicht etwa wie gewohnt ausschließlich an hageren Jünglingen, sondern an einer ordentlichen Anzahl Hollywood-Charakterköpfe wie Adrien Brody, Willem Dafoe, Gary Oldman und noch einigen mehr präsentiert. Wie nicht anders zu erwarten, werden uns auch im nächsten Winter gedeckte Farben, allen voran Schwarz und Grau begleiten.
Serial Killer Fashion
Einen Schritt weiter geht stattdessen Jil Sander und präsentierte auf der Pitti Uomo vor wenigen Tagen eine vornehmlich düster gehaltene Kollektion in post-apokalyptischem schwarzem Leder. Chefdesigner Raf Simons entwarf schmale Anzüge aus festen Materialien, die mit weißen Hemden, dünnen Krawatten und weit geschnittenen, tiefschwarzen Ledermänteln gezeigt wurden. Das recht finstere Sortiment lockerte er mit Ledertaschen in Papiertütenoptik und humorvollen Pullovern auf, in die ein possierlicher Dinosaurier oder Wal eingestrickt war. Patrick Bateman would have approved!
Was sonst noch so in den Köpfen der Modeschöpfer rumschwirrt, könnt ihr bei Nowfashion einsehen!














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