Irgendetwas sagt mir, dass wir es hier mit einem Meisterwerk zu tun haben könnten. Kelly Reichardt nimmt Michelle Williams, Bruce Greenwood und Will Patton und uns Zuschauer mit in die amerikanischen Cascade Mountains im Jahr 1845. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten: Der Trapper Stephen Meek soll eine Abkkürzung über die Berge kennen und wird daher angeheuert, drei Familien zu führen. Die Siedler haben jedoch nur begrenzte Wasservorräte und die Wege sind natürlich nicht markiert.
Regisseurin Reichardts Film beruft sich auf ein Drehbuch von Jonathan Raymond sowie Tagebücher aus jener Zeit. Diese halfen ihr bei der Recherche für einen Film von Irrwegen, dem wachsenden Misstrauen eines kleinen Trecks gegenüber dem wildfremden Trapper, der sie anführt, und ihrem damals noch selbstverständlichem Misstrauen gegenüber den Indianern. Auch die Fremdheit unter den Reisenden wird beleuchtet. Intimität ist in dieser Gesellschaft quasi nicht existent; mit Ausnahme der Freundschaften unter den Frauen der Familien. Gerade dies macht “Meek’s Cutoff” zu einem 102-minütigen Wildwest-Film fernab jeglicher Westernstereotypen. Wir erleben hier viel wirklichere Landschaften, Menschen und Hindernisse. Auf dem Filmfestival in Cannes feierte er bereits 2010 sein Premiere. Deutschlands Kinos hat der Film erst im November erreicht. Hier der Trailer…














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