Ein ganzes Jahr lang hat sie unfassbar hart trainiert, Ballettstunden genommen und sich somit in aller Sorgfalt auf ihre Rolle der Tänzerin Nina Sayers vorbereitet. Ein Jahr - nicht nur für einen vielumworbenen Hollywoodstar wie Natalie Portman ist das eine lange Zeit. Man kann also in etwa nachfühlen, wie weit sich die israelisch-amerikanische Schauspielerin in ihre neue Rolle hineinbegeben hat.
Nachdem sich Portman in den 90ern mit ihren Auftritten in Erfolgsfilmen wie “Léon - Der Profi”, “Mars Attacks” und “Star Wars: Episode 1″ ins kollektive Gedächtnis einer ganzen Generation spielte, folgte in den Nuller Jahren mit sage und schreibe 22 Spielfilmen eine solche Masse ganz und gar unterschiedlicher Rollen, dass sie nach und nach auch die letzten Kritiker verstummen ließ. Wer sich an unvergessliche Filme wie “Garden State”, “Zoolander”, “My Blueberry Nights”, “Closer” oder “Darjeeling Limited” erinnert, weiß sicher, was ich meine!
Mit “Black Swan” erweitert Portman ihre Liste noch um einen brutal-schönen Film, der 2011 wohl kaum noch zu toppen sein wird.Auch hinsichtlich der letzten Monate kann ich mich auf großer Leinwand an kein vergleichbares Wechselbad der Gefühle erinnern. Darren Aronofsky transportiert dieses in seiner in Hollywood einzigartigen Erzählweise. Ein Überragend besetzter Streifen, der uns einmal ganz deutlich unter die Nase reibt, was man sich unter den Worten “großes Kino” vorzustellen hat!
Text | Eugen Braeunig
Foto | klapperstrauss.files.wordpress.com














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