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Das „Schlüssel-finden-Problem” ist entgegen anderslautenden Gerüchten sicher kein spezifisch weibliches. Die Mädels habe es da sogar etwas leichter: mit diversen glitzernden baumelnden Accessoires lässt sich der Wiederauffindfaktor des Hausschlüssels doch um einiges erhöhen. Der Markt für Jungs sieht da mager aus, vor allem wenn man noch einen gewissen Wert auf das Design des Anhängsels legen sollte. Praktisch gestaltete Bierflaschenöffner oder als Werbegeschenke abgegriffene AOL-Bänder sind die Regel (die Berliner mit den White-Trash-Schlüsselanhängern, die Tür- und Flaschenöffner gleichzeitig sind, halten jetzt bitte den Mund). Abhilfe kommt vom Antwerpener Atelier 11. Studio for Contemporary Jewelry nennen sich Ludovik Calpaert und Janssens und haben es sich als Aufgabe gesetzt, zweimal im Jahr eine no-nonsense Kollektion and Schmuckstücken herauszubringen für Menschen, die „darüber nachdenken was sie tragen”. Besonders angetan haben es uns die beiden Prachtstücke oben, einmal das Dach eines Spielzeugautos, einmal der Abdruck eines zerdrückten Kronkorken. Um die 80-100 Euro für massives Silber und liebevolle Handarbeit muss man für die Teile hinlegen, dafür bekommt man aber jede Menge an Gegenwert: Schmuck mit Charakter und die Gewissheit, den Schlüssel so schnell nicht wieder zu verlegen. Wer will schon riskieren, so ein Schmuckstück zu verlieren?

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