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So if you wanna come to my hotel, all you gotta do is holler at me. ‘Cuz we’re having an after party, checkin’ out 6 in the mornin’ - R. Kelly

Wenn’s doch bloß halbwegs erschwinglich wär… Modedesigner verschönern Hotels - hands down, ein alter Hut. Armani hat es vorgemacht, Moschino hat’s auch schon mal getan und Bulgari erbaute gleich mal ein ganzes Resort bestehend aus zum Meer ausgerichteten Villen auf Bali. Nun aber ist das eigentlich in der Haute Couture beheimatete Avantgarde Label Maison Martin Margiela an der Reihe gewesen das Pariser Hotel “Maison Champs-Elysées“ zu renovieren und das soviel sei verraten, kann sich richtig sehen lassen.

Mit der großflächigen Neugestaltung wurde ein theatralisches Ambiente entworfen, in dem sich Realität und Illusion zu einer surrealen Atmosphäre vermischen sollen. Beleuchtungseffekte täuschen offenstehende Türen und verhängte Fenster vor, Teppiche präsentieren sich mit Parkettmuster, Tapeten mit Trompe-l’OEil-Effekten täuschen opulente Stuckverzierungen vor und an manchen Hotelwänden sind helle Rechtecke zu sehen, als gab es dort mal Bilder zu sehen. Eine raffinierte Gradwanderung zwischen prunkvollem Interieur und puristischer Ausstattung. Das Verdrehen und Täuschen, Auf-den-Kopf-Stellen und Neuinterpretieren gehören bei Margiela seit Jahrzehnten zum Handwerk und lässt sich, wie man sieht, mühelos auf die Architektur übertragen.