Steve Carell, Ryan Gosling, Julianne Moore, Emma Stone, Marisa Tomei, Kevin Bacon, Jonah Bobo. Nicht weniger als sieben Schauspieler sind es, die den Crazy, Stupid, Love als Film zu dem machen, was er ist. Steve Carell lernten wir als depressiven Proust-Experten in Little Miss Sunshine zu lieben. Hier spielt er Cal - einen Mann, dessen Frau Emily (die wie immer wunderbare Julianne Moore) sich nach 24 Jahren Ehe so plötzlich von ihm trennt, das ihm zunächst Hören und Sehen vergeht. Er zieht zu Hause aus und strandet immer häufiger in einer Bar, wo er jedoch statt anderen Frauen zunächst nur den wesentlich jüngeren Frauenhelden Jacob (Ryan Gosling) kennenlernt.
Für Gosling ist es bereits die 17. Rolle in einem Spielfilm. Seine Karriere begann der im November 31-jährige bereits Mitte der 90er als Kinderstar in verschiedenen Serien. Inzwischen spielt er nicht mehr nur vor der Kamera sondern auch in einer ziemlich abgefahrenen Band namens Dead Man’s Bones (siehe Video unten). In der Rolle des Jacobs lehrt er Cal, der wohlgemerkt Vater zweier Töchter sowie eines Sohnes ist, sich als selbstbewussten, gut gekleideten Charmeur neu zu erfinden. Und so landet Cal ehe er es sich versieht unwissentlich mit Kate (Marisa Tomei), der Klassenlehrerin seines Sohnes Robbie (Jonah Bobo), im Bett.
Robbie ist seinerseits schwer verliebt in sein Kindermädchen Jessica (Analeigh Tipton). Doch als hätte Shakespeare höchstpersönlich am Drehbuch mitgeschrieben, verhält es sich natürlich so, dass Jessica nur Augen für Daddy Cal hat… Jessicas impulsiver und überprotektionistischer Vater (John Carrol Lynch) darf davon natürlich um keinen Preis erfahren. Erschwerend zu diesem ohnehin schon spannungsgeladenen Durcheinander kommen noch Emilys Arbeitskollege und Kurzzeit-Lover David Lindhagen (Kevin Bacon) sowie Cals Tochter Hannah (Emma Stone) ins Spiel.
Es handelt sich bei dieser Romantik-Komödie nicht nur um ein erstaunliches Cast und einen irrwitzigen Plot. Denn diese komplexe Geschichte, entfaltet sich im Film völlig mühelos. Die Regisseure Glenn Ficarra und John Requa lassen die Puppen einfach tanzen. Keiner der Charaktere bleibt dabei blass oder wirkt überflüssig. Das Kino war zurecht bis auf letzten Platz besetzt und ich hatte sogar mit meinem Platz in der dritten Reihe meine Freude. Genickstarre hin oder her - wer bei einem Film viel gelacht und sich von der Geschichte voll hat einsaugen lassen, der bereut es ja am Ende doch nicht.














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