Jährlich werden in Deutschland und der Welt etliche Preise verliehen. Preise für Filme und Fotos, Medienpreise, Fernsehpreise oder Musikpreise. Deshalb war ich auch nicht sonderlich erstaunt, als ich vom “11mm Fußball-Filmfestival” gehört habe. Es ist ein 2004 gegründetes und jährlich im Frühjahr in Berlin stattfindendes Filmfest. Es wird vom Berliner Fußballkulturverein Brot und Spiele e.V., sowie der Kulturstiftung des DFB veranstaltet. Wie es der Name des Festivals schon vermuten lässt, werden die aktuellen Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme vorgestellt, die Fußball thematisieren und dabei in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet.
Besonders hervorzuheben ist der Gewinner des diesjährigen Publikumspreises. Es handelt sich um den Film “The other Chelsea - A story from Donetsk“, ein Dokumentarfilm von Jakob Preuss. Da der osteuropäische Fußball in den letzten Jahren an Einfluss gewonnen hat und sich vor allem in der russischen und ukrainischen Fußballwelt viel getan hat, wurde der Aufstieg der Mannschaft Schachtar Donezk Gegenstand des Films. Er befasst sich mit dem sportlichen Erfolg und den positiven Folgen für Verein, Stadt und Menschen in Donezk. Die Schattenseite dieses Aufschwungs ist aber auch die Korruption, die Einflussnahme der Politik, Machtspiele und das Pokern um viel Geld. Der Klub wird von Rinat Achmetow geführt, der mit einem geschätzten Vermögen von etwa 16 Mrd. Dollar der wohl reichste Mann der Ukraine ist. Dadurch ist auch die Parallele zum englischen Klub Chelsea FC aufgekommen. Preuss hat es geshafft, all diese Fragmente der Geschichte zu einem sehr gelungenen Dokumentarfilm zu verbinden.













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