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In Wolfsburg hatten sie mal wieder die Zeichen der Zeit erkannt: 1961 brach VW aus seiner so erfolgreichen Nische als Kleinwagen- und Kastenwagenhersteller aus und präsentierte auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt den VW 1500/1600.

Zwar war er technisch in vielen Punkten dem Käfer durchaus ähnlich, nur in einem wichtigen Punkt nicht: Der vergrößerte Hubraum und die geänderte Luftkühlung, mit dem nicht mehr auf dem Motor stehende, riemengetriebene Ventilator sorgten für das typische Käfergeräusch. Der VW 1500/1600 versuchten sich aber dank seines größeres Platzangebots und seiner Stufenheck-Karosserie als Mittelklassewagen – und das durchaus erfolgreich.

Es gab den Wagen erstmals sogar als Variant und machte ihn damit zum Wagen für Handelsvertreter, der rund 6500 DM kostete – übrigens nur 1000 DM mehr als der VW Käfer. Er wurde bis 1972 gebaut. In den 80er Jahren war er öfter noch als Demo-Vehikel der linksalternativen Szene zu bewundern. Heute sind die meisten Exemplare vom Erdboden weggerostet.