will-eisner-tribute

Will Eisner begann seine Arbeit in den 40ern. Etwas später erlangte er er mit seiner Comic-Zeitungsbeilage The Spirit einen gewissen Bekanntheitsgrad. So entwickelte sich Eisner schließlich zu einem erfolgreichen Autor sogenannter Graphic Novels. Seine Beilagen von einst wurden inzwischen längst neu aufgelegt und für viele ist Will Eisner heute so etwas wie der Godfather of the Graphic Novel. Immer noch frisch und immer noch spannend sind seine Erzählungen in sich von vollkommener Geschlossenheit. “A Contract With God”, “Life Force” und “New York - The Big City” sind nur ein paar Beispiele seiner bedeutsamsten Veröffentlichungen in der Szene.

“Visual Communication is the name of the game”

Eisner ging es weniger darum beispielsweise irgendwelche Superhelden mit übermenschlichen Kräften auszustatten, als darum immer wieder neue Geschichten mit anderen faszinierenden Charakteren zu erzählen. Über seine Arbeiten sagt er selbst “My main interest is the human condition”. Da ist es naheliegend, dass Eisner auch mit dem Begriff “Comic” nie sonderlich viel anfangen konnte. Seine alternative Begriffsschöpfung Graphic Novel hat den Comic inzwischen beerbt, da ein Comic ganz einfach nicht immer komisch sein muss. Eisner betonte daher auch, dass es sich bei seiner Erzählform um nichts anderes als sequentielle Kunst handle. “Each page has a rhythm to it” meint er weiter.

This video was embedded using the YouTuber plugin by Roy Tanck. Adobe Flash Player is required to view the video.

Erst vor Kurzem schrieb Christian Petzold in der Süddeutschen Zeitung Nr. 64 über die erste Graphic Novel Ein Vertrag mit Gott: “Die erste Graphic Novel. Wenn man sie jetzt liegt, diese großartigen Geschichten - nie würde man glauben, dass es die ersten sein sollen. Nie hätte man anders erzählen können.”

Eisner im Carlsen Verlag


Foto | www.gnomz.com
Text | Eugen Braeunig