Screenshot: autistvz.de

Ob Facebook und Co. die größten Zeitverschwender seit der Erfindung des Fernsehers sind, wissen wir wohl erst in ein paar Jahrzehnten. Fest steht jetzt schon, dass der Friend Feed immer dann am interessantesten erscheint, wenn gerade eine Hausarbeit geschrieben, die Steuern gemacht oder der Abwasch erledigt werden will.

Wer das soziale Dauerfeuer aus Status-Updates und Gruschelanfragen nicht länger erträgt, aber trotzdem ein Browser-Fenster mit einem sozialen Netzwerk geöffnet haben will, für den ist AutistVZ das richtige. Hier wird man in allein gelassen, hier passiert nichts, hier kann man nicht einmal einen Kommentar hinterlassen. “Hast du schon deine Ruhe?” wird der Nutzer statt des üblichen “Bist du schon drin?” gefragt.

screenshot: autistvz.de

International sieht das ganze übrigens so aus: Autistbook.com. Praktischerweise lassen sich Profile auf anderen Netzwerken gleich löschen, denn die braucht man ja als bekehrter Anti-Social-Media-Nutzer ja nicht mehr. Klickt man den Löschen-Link, ist allerdings nicht sofort der StudiVZ-Account hopps, sondern man erhält folgende Mitteilung:

screenshot: autistvz.de
Das Ganze ist natürlich nicht echt, sondern eine Marketing-Kampagne der A&O Hostels. Ob man die für gelungen halten möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Laut Eigenauskunft von A&O gehe es auf jeden Fall darum, die immer weiter um sich greifende Manie, stundenlang in Onlinecommunities abzuhängen, auf den Arm zu nehmen, so Oliver Winter, General Manager von A&O in der Internet World. “Wer lieber Zeit mit echten Menschen verbringen möchte, gelangt per Link auf die A&O-Seiten und bekommt mit einer Buchung echte Leute, echtes Bier und echte Unterhaltungen.”

Ob und wie die Macher von StudiVZ auf die Parodie reagieren werden, ist bisher nicht bekannt. In der Vergangenheit wurden jedoch bereits mehrfach Verwender des VZ-Kürzels abgemahnt.

AutistVZ
(via Leander Wattig)