“Rosebud” raunt Charles Foster Kane auf seinem Sterbebett im Film-Klassiker “Citizen Kane”. Im Film macht sich ein Reporter auf die Suche nach dem Ursprung des Begriffs und erzählt nebenbei die Lebensgeschichte des Zeitungs-Magnaten. Am Ende stellt sich heraus: “Rosebud” hieß der Schlitten, der eine Rolle in einem glücklichen Kindheitsmoment spielte. Ein Witz? Es gibt mehrere Theorien, wie Orson Welles auf “Rosenknospe” verfallen sein könnte.
Das Kreativität und Humor eng zusammenliegen, beweist auch das +rosebud Magazin mit seiner Jubiläumsausgabe zum zehnjährigen Bestehen. Denn die dreht sich komplett um Witzigkeit – “Very Funny” lautet der Titel.
Das Magazin für Kunst und Design hat sich nach dem letzten Wort vom Medien-Mogul Kane benannt, da es auch ein Rätsel lösen möchte. +rosebud ist laut Selbsbeschreibung der Versuch, das Rätsel “Medium” zu entschlüsseln, und setzt dabei auf ähnlich experimentielle Formen wie Orson Welles mit seinem Werk in den 40er Jahren. Die aktuelle Ausgabe hat beispielsweise 600 Seiten, und sprengt damit die Grenzen zwischen Buch und Magazin.
“Very Funny” folgt den Spuren von Dada, Fluxus, Satire und Groteske, um mal spielerisch mal bitterböse Humor nicht zu beschreiben sondern zu erfahren. Mit dabei sind internationale Künstler, Fotografen, Illustratoren und Autoren. Mit dabei auch: der längste Witz der Welt. Hoffentlich ist er gut.
+rosebud no.7 - VERY FUNNY!
Editor: Ralf Herms
English, 600 pages,
Verlag für moderne Kunst Nürnberg
ISBN 978-3-941185-74-6
€ 35,00












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