Heute: Coversongs / oder auch Tanzen mit Salztropfen in den Augen
Gleich die zwei temporär besten Bands der Welt, haben diese Woche durch fantastische Re-Interpretationen großer Klassiker der Popgeschichte von sich reden gemacht.
So performte das vielleicht grösste musikalische Versprechen in diesem Jahr, Hurts, Kylie’s ‘Confide In Me’ mit Gänsehautgarantie im Rahmen der ‘Biz Session’ der englischen Boulevardzeitung THE SUN und Robyn ehrte Björk, indem sie sich während der diesjährigen Polar Music Awardshow mit ‘Hyperballad‘ versuchte.
Dass Hurts-Bandmitglieder Theo Hutchcraft und Adam Anderson privat ganz gerne Soul und R’n'B hören, drängt sich in ihren weltabgewandt erscheinenden Nu Wave-Balladen wirklich nicht in den Vordergrund.
Aber hey: Die Cardigans outeten sich schon lange als Black Sabbath-Fans, bevor sie selbst zu rocken begannen - irgendwo mag das Spurenelement also bereits stecken. Vielleicht darin, dass die Stücke Hurts’ unter der auf Hochglanz polierten Oberfläche so gar nicht steril sind. Statt dessen: Drama, drama, drama! Big time!
Die ‘Confide in me’-Variante der beiden Ausnahmetalente aus Manchester, präsentiert sich Live noch krachiger als Kylies version von ‘94. Da kann Theo ruhig weiterin in Max-Raabe-Manier hinter dem Mikro stehen und sich auf ein paar ausdrucksstarke Gesten beschränken.
Während Robyn ihre Version des Björk Songs zum besten gab, war die isländische Sängerin selbst anwesend und wurde daraufhin mit dem Polar Prize Award für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Ganz abgesehen davon, welch Anspannung das für ‘Everybodys Darling’, Robyn gewesen sein muss, öffnete sie mit ihrem dort inszenierten “Bodytalk” die Bühne für die zwei Seiten ihrer Künstlerpersona: Verletzlichkeit, Romantik, aber auch Upbeat-Fembot.
Was als Ballade, verpackt in eine zuckersüße Akustikmantelung aus Piano und Streichern beginnt, endet in dem für die Schwedin typischen Bubblegum-Pop.
Schlicht grandios.













Back to Top